Helge & Saxana – Atelier für Gegenwartskunst

Wir begrüßen Sie auf der Homepage des Künstlerpaares Helge & Saxana

Hier geht es zu aktuellen Arbeiten

GALERIE INCONTRO zeigt die Ausstellung: Wald 2021

Auszug aus dem Begleittext der Galerie:

Was bedeutet Wald für uns heute? Wir alle verbinden ganz unterschiedliche Erinnerungen, Erlebnisse und Gefühle mit ihm – wir kennen ihn als Raum Sport, Wanderung und Freizeit, als Ort der Stille und Zurückgezogenheit und als Lebensraum für so viele Tiere. Auf der anderen Seite erleben wir die weltweite Zerstörung durch Klimaextreme und wirtschaftliche Ausbeutung. Die Künstlerinnen und Künstler zeigen den Wald in seinen vielen Facetten – blühend, sterbend, mythisch, heimelig, romantisch und viele der Arbeiten sind pleinair, also vor Ort – im Wald enstanden.
Wir zeigen Arbeiten von – Nicole Meyer und Thomas Baumgärtel, Ronald Franke, jiri Hampl, Helge Hommes, Sigrid Nienstedt, Saxana, Axel Schenk und Barbara Wieneke.

Am 3. Oktober um 14 Uhr führt Frau Prof. Dr. Irene Daum, Redakteurin der Online Zeitschrift wissenschaft-kunst.de, durch die Ausstellung

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EINLADUNG

BITTE VORMERKEN:
Vernissage: … Sonntag 3. Oktober 2021 / 12 bis 18 Uhr(Coronamaßnahmen bitte beachten)


Die Galerie Cyprian Brenner zeigt in einer ihrer 3 Ausstellungsorte, in 73460 Hüttlingen – Niederalfingen, Auweg 6 in der besonders schön gelegenen Gegend, in der Mitte des Städtedreiecks Stuttgart – Nürnberg – Augsburg  eine Einzelausstellung des Künstlerpaares HELGE & SAXANA.


Die Ausstellung zeigt Arbeiten, die unter freiem Himmel, draußen, plein air, … bei Sonne, Regen, Sturm, Frost, im Schneetreiben und in der Sommerhitze unter teils unbeschreiblichen Bedingungen in den Wäldern entstandenen Baumportraits der besonderen Art, gemalt in Augenhöhe, diesen fantastischen Wesen gegenüberstehend, teils mitansehen müssend, wie sie den Gefahren durch menschliche Gier > Rodung oder auch durch Dürre widerstehen mussten …
Kommt vorbei … herzliche Grüße Helge & Saxana + Cyprian Brenner 

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Was für eine wichtige, zeitgemäße und sehenswerte Ausstellung in Nijmegen / NL im MUSEUM HET VALKHOF

Die Ausstellung trägt den Titel: RETTET DEN WALD

Wir hatten an diesem Wochenende das Vergnügen, uns Nijmegen anzusehen und Teil dieser Ausstellung zu sein. Eine international hochkarätige Ausstellung, zusammengestellt von der angesehenen niederländischen Kuratorin ANNE BERK ( 2020 kuratierte sie in Deutschland die Ausstellung LIEBES DING im Museum Schloss Morsbroich, die internationale Wellen schlug )
In dieser Ausstellung zeigt Sie: Joseph Beuys, Giuseppe Penone, Eva Jospin … und andere. Als einzige Position der Malerei sind in dieser Ausstellung unsere Malereien zu entdecken … was für eine Ehre.

Hier könnt Ihr mit uns gemeinsam einen Blick in die Ausstellung werfen …
Macht Euch auf den Weg, bis zum 5. Dezember ist diese fantastische Ausstellung in diesem Jahr in den Niederlanden zu sehen.
Herzliche Grüße Helge und Saxana
https://www.museumhetvalkhof.nl/…/tent…/rettet-den-wald/

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+++ STOP THE BEAST +++

Hier gibt es alle Informationen zu DAS GRO?EN GELINGEN, einfach auf das Bild klicken.

Am 14.August 2021 werden Saxana und ich an der Mahnwache in Lützerath dem BEAST ( Kohlebagger ) ein riesiges Gemälde (2,5 x 6 Meter ) im Rahmen des KULOKO-Festivals ( Kunst ohne Kohle Festival ) gegenüberstellen.
Es wird den Titel: DAS GRO?E GELINGEN tragen.
Dieses hier ist ein erster Entwurf / wir werden einige Entwürfe erarbeiten. Die Vollendungsarbeit im Detail wird noch diverse Akzente mit einarbeiten / Dies ist nur wie ein Bühnenentwurf zu verstehen.
Den Akt, der dann auf der Bühne gespielt wird, sieht man hier noch nicht … also… kommt am 14 August 2021 an die Kante des größten Baggerlochs Europas, an die Mahnwache Lützerath und lasst uns gemeinsam den Bagger stoppen …
Dazu wird eine IKONE der Kunstgeschichte des 20. und 21 Jahrhundert’s, der mittlerweile 85’jährige BAZON BROCK ein Statement mit Wort und Argument dem Bagger, der Politik, RWE, der Gesellschaft … entgegensetzen. Das wird historisch !!! …

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+++ Bitte vormerken +++
Das MUSEUM HET VALKHOF in Nijmegen / NL zeigt ab dem 18. September 2021 die international hochkarätig besetzte Ausstellung RETTET DEN WALD.
( Hier ein Gemälde von Saxana / 7 Gemälde werden von uns dort zu sehen sein … )
kommt vorbei …
Ein kleiner Film ( Helge und Saxana // Wiederauferstehung von SILKE ENGLER UND DAVID KLAMMER (ein Dankeschön auch an dieser Stelle dazu ) Ein Film zu unsere Malaktion am TAGEBAU GARZWEILER / vor dem Hofgut des letzten Einwohners von Lützerath / Eckhardt Heukamp, der tapfer und bis zum letzten gehend, gegen den IRRSINN von RWE kämpft. Den alten Walnussbaum hat RWE, wie auch die Häuser und Höfe, gnadenlos, in einer unbeschreiblichen zerstörerischen Komplettvernichtung, dem Erdboden gleich gemacht, – Menschen, Tier und Pflanzen selbstherrlich im Wahn, arrogant ignoriert. Wir liesen diesen Walnussbaum an Pfingsten 2021 auf einer großen Leinwand als Gemälde, sich selbst gegen den IRRSINN behauptend, sich seines Wesens in der Malerei verwoben bewusst, wiederauferstehen. Ps.: Laut Augenzeugen ( Michael Zobel + Eva Töller) wohnte dort auch eine Schleiereule, die beim Abriss durch den Bagger, panisch flüchtete …
… und hier ein notweniger Kommentar zum brisanten Artikel der Presse zur Klage von RWE gegen Saxana / … erschienen in der Rheinischen Post am Samstag, 29. Mai 2021 ///
Der Artikel ist ein typischer Versuch einer Provinzzeitung, die Spitzen des Geschehens abzuschneiden, (die Brisanz zu glätten – wo und wie es nur geht):
Konkrete Beispiele:

1. Ich habe in und nicht nach der Verhandlung dem Richter gesagt, dass diese von Ihm vorgeschlagene Einstellung des Verfahrens, auf keinen Fall als Urteil gegen uns, gegen Saxana, gesehen oder behandelt oder niedergeschrieben werden darf, erst dann wären wir bereit, der Einstellung zuzustimmen.
Das hat der Richter Piontek bestätigt. Dann wurde die Einstellung vollzogen.

2. Wir haben dem Gericht kurz vor Beginn der Verhandlung unmissverständlich klar gemacht, dass wir nur bereit sind, in Gegenwart der von uns extra aus Leipzig mitgebrachten Gemälde, die wir 2019 vor Ort im Tagebau malten, die als Beweis für unser Aktivität gesehen werden sollten, die Verhandlung anzutreten und mitzumachen. ( Uns war es ja kein Anliegen zu vertuschen – sondern gerade und aufrichtig unsere zeitgemäße Haltung zu zeigen. )Die Nichtzulassung der Gemälde haben wir demonstrativ und klar, trotz der Drohung von Seiten des Gerichts, dass wir mit Konsequenzen zurechnen und die auch zu tragen hätten, abgelehnt und haben uns durchgesetzt. / Sie wurden dann doch als Beweismittel im Gericht zugelassen.

3. Dem Bemühen des Bergbauingenieurs, den Fokus auf eine vorhandene oder nichtvorhandene, aus Flatterband / Schildchen und Erdwall befindliche Formalität einer Umfriedung des Geländes zu lenken, entgegneten wir anschliessend, dass sein Bemühen, die richterliche Psyche und Wahrnehmung von den wirklich gigantisch brisanten Problemen abzulenken, nicht nur albern sondern auch vorsätzlich kriminell seien, Probleme, die gerade durch den uneinsichtigen, unzeitgemäßen Weitersoaktionismus von RWE gegenüber dem Leben auf unserem Planeten jeden Tag größer werden.

4. Die Verhandlung ließ viele Fragen offen: … die spannendste, aber, ab wann ein Gericht, ein so dermaßen offensichtlich verbrecherisches, dazu selbstherrliches Verhalten, wie es RWE gegen unser aller Leben durchzieht, endlich richtig mutig angeht ? … bleibt in einer Provinzzeitung im Rheinland bei Düsseldorf, die ebenfalls vom Gutdünken RWE’s abhängig ist, natürlich außen vor ……

01. Juni 2021

WAS KOMMT NACH DER KOHLE …

fragt das etablierte Fernsehformat QUARKS.DE wir
(Atelier für Gegenwartskunst / Leipzig – helge-saxana.com )
haben uns da vor mehr als einem Jahr Gedanken zum Tagebau Hambach gemacht:

Kein Wasser ins Loch !!!

Stattdessen:
Architekten, Forscher, die sich mit zukunftsorientierten Fragen hinsichtlich ökologischem Bauen befassen, Künstler usw. aus aller Welt treffen sich dort und entwerfen eine vielgliedrige Intelligente gigantische Landschaft der Zukunft:
Museen unterschiedlichster Kategorie / Universitätszweige / Forschungsinstitute,
Green-gardening, ein gigantischer Skulpturenpark indem sich Künstler der Welt monumental auslassen können …
das ist unsere Vision Idee, an der wir weiter arbeiten …

WAS KOMMT NACH DER KOHLE …

31. Mai 2021

PERFORMANCE …

im Gerichtssaal in Grevenbroich / 28. Mai 2021Betr.: KLAGE von RWE gegen SAXANA / bezgl. Hausfriedensbruch > unserer Aktion vom 22. Juni 2019, als wir mit 1500 Menschen von ENDE GELÄNDE in den Größten Tagebau Europas spazierten / Tagebau Garzweiler / und dort unmittelbar 2 Gemälde als Zeitzeugnis der Gegenwart erarbeiteten …

Nun, der Prozess: Es war ein grandiose Performance … !!! Also, man stelle sich vor: Es ist Freitag, der 28.Mai 2021, morgens um 8 Uhr … eine wirklich unsägliche Zeit. Wer kommt denn da auf die Idee, sich um diese Urzeit, in die Provinz Grevenbroich zum Amtsgericht auf den Weg zu machen … um …

Da hat man „besseres” vor – denken wir!

ABER: 30 Menschen, ua. aus den Niederlanden, aus Krefeld, aus Hagen, aus Bonn, aus Köln, aus Aachen, usw. … Prominenz aus dem Widerstand gegen RWE, Eva Töller, auch Todde Kemmerich, Gert Schinkel, der wunderbare Liedermacher, auch Beate ( Beate, eine 70 Jährige taffe Mutter aus dem Widerstand ) waren tatsächlich zu dieser Stunde vor Ort, mit Transparenten, Fahnen und starker Stimme, um uns zu unterstützen. 7 Menschen durften mit in den Gerichtssaal ( … der Saal war viel zu klein für alle ) … Dieser lag in der ersten Etage und dadurch, dass das Fenster wegen Corana-Regeln geöffnet werden musste, konnte man die akustischen Statements von den Menschen, die draußen bleiben mussten, gut vernehmen.

Ich (Helge), der kurioser Weise weder als Zeuge, noch als Anwalt, noch als zugehörige Person vom Gericht geladen war, betrat als erster das Amtsgebäude. Mir wurde auf meine direkte Nachfrage, ob ich denn jetzt die 2 Gemälde reinholen dürfe, die wir 2019 in der Grube malten und als Beweismaterial aus Leipzig extra mitbrachten, direkt gesagt, dass die Bilder nicht zur Verhandlung zugelassen wurden und somit draußen bleiben sollten.

Darauf hin entgegnete ich der Gerichtsbarkeit, dem Richter, den Beigeordneten und der Polizei, der Staatsanwaltschaft, dass wenn die Bilder nicht ins Haus kommen, wir alle das Amtsgericht nicht betreten würden und sie Ihr „ Theater „ dann ohne die Angeklagte Saxana und ohne uns machen könnten. Darauf hin sagte man mir / uns, dass wir dann mit Konsequenzen rechnen und diese tragen müssten / Darauf entgegnete ich dieser versammelten Gerichtsbarkeit, dass uns das “scheiss egal ist „ > Fakt , dass wenn die Bilder nicht reindürften, wir die ohnehin fragwürdige Veranstaltung, boykottieren würden.

Ich telefonierte dann umgehend mit Saxana, die draußen mit den Menschen wartete ( mich wollte man schon nicht mehr rauslassen ) und gab die Order des Boykotts durch. Die Gerichtsmenschen waren erst sprachlos … dann eröffneten sie mir, dass die Verhandlung doch starten könnte, mit uns, und dass die Bilder als Beweismaterial vom Richter doch reingerufen werden könnten, wenn er es für wichtig erachten würde …

Daraufhin entgegnete ich dem Gericht nochmals, dass wir sofort den Saal verlassen würden, wenn man die Bilder nicht, wie im Statement von uns vorab formuliert, als Beweis „ für unser Performance 2019 in der Grube „ hereinholen würde.

Dann betraten wir (Helge & Saxana) und 7 solidarische Menschies und 2 Menschen von der Presse ( Rheinische Post und … ich habe im Kopf … WDR ?! ) schließlich nach einer Stunde Verspätung den Gerichtsaal.

Saxana sagte, auf die richterliche Frage nach einer Anwaltschaft, dass Ich Ihr Zeuge und auch Ihr Anwalt seie, Ihr Laienanwalt, sozusagen. Das akzeptierte das Gericht erst nicht – dann doch und dann nahm ich auf dem Platz neben Saxana, auf dem Platz, der für einen Anwalt vorgesehen war, endlich platz.

Und schon stand die die nächste Hürde vor der Tür:

Die Gerichtsbarkeit bat uns, unsere Kopfbedeckungen ( Hüte ) als Zeichen zur Würdigung des Gerichts abzunehmen, was wir nicht taten und stattdessen entgegneten, dass wir uns hier mit Wort und Argument in Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt und ohne Rollentheater von Vorgestern begegnen wollten und ob sie sich vorstellen könnten, dass Beuys seinen Hut abgesetzt hätte …

Darauf der Richter, mittlerweile richtig von uns genervt und verärgert:

„Ja , Beuys hätte den Hut abgenommen.” Wir darauf: ” Nein – da irren sie sich“

Nun gut, wir behielten standhaft und ohne weitere Worte unsere Hüte auf, die zu unserem ganz ins weis-beige gehaltenen Gesamterscheinungsbild dazugehörten.

Saxanas Komposition: Eine Polarmütze als Kopfbedeckung, als Zeichen zum Klimawandel / Schmelzen der Pole in der Antarktis und Arktis …… eine wahre Erscheinung.

Die Verhandlung begann nun endlich … Es war für uns ein Genuss, dass der Richter unser komplettes 6 Seiten fassendes, doch auch brisantes Statement, verlass.

Die junge Staatsanwaltschaft hatte so etwas höchstwahrscheinlich noch nie erlebt und Ihre Augen blitzten hinter der Gesichtsmaske hier und da immer wieder sehr irritiert und aber auch interessiert auf.

Also, aus Richters Mund, in Richters Stimme verkündet, in einem Gerichtsaal verlesen, mit Anwesenheit von Presse – dieses Statement, vorgetragen mitzubekommen, war ein Genuss sondergleichen.

Bitte lest euch in Ruhe unser Statement durch, ….. das wir hier im Anhang als PDF anhängen …

Dann hörte man den RWE Zeugen, einen pensionierten Ingenieur, der sich im mitgebrachten Geografiekartenwust auf die Beschreibung einer Umfriedung durch Wall, Hinweisschildern und Flatterband bemühte und letztendlich verhedderte … dem ich dann, im Zeugenstand gerufen, und Saxana ebenfalls entgegneten, dass das Angesichts der komplexen Problematik der Braunkohleverstromung und der damit unmittelbar zusammenhängenden Klimakatastrophe, nur albern und lächerlich und den Problematiken und Aufgaben entgegen, nur formal-ausweichend, ablenkend, sei.

Mittlerweile waren die Gemälde im Gerichtsaal angekommen. Dann muss man sich Folgendes vorstellen: Alle Menschen, die Staatsanwaltschaft, die Gerichtsbarkeit, beäugten mindestens 20 Minuten die Gemälde und lauschten gespannt Saxanas umspannenden Vortrag, der diverse Weltproblematiken ansprach, die sich letztendlich allesamt in Ihrem Bild sammeln, was mit bezeichnendem Titel CLIMATE JUSTICE NOW auftrat und bedankten sich anschließend hingebungsvoll bei Ihr.

Mein Gemälde mit dem Titel WE ARE UNSTOPPABLE ANOTHER WORLD IS POSSIBLE flankierte das geschehen. Der Gerichtssaal mutierte zu einem Ausstellungssaal mit stattfindender Vernissage.

Die Zeugin von der Polizei hatte man ganz vergessen – sie zog unbeachtet und ohne zu Wort gekommen zu sein, wieder von dannen.

Der Richter schlug vor, das Verfahren einzustellen. Wir protestierten!

Wir stellten klar, dass wir die Einstellung des Verfahrens nur akzeptieren und mittragen würden, wenn damit keinerlei Verurteilung oder gar Schuldeingeständnis im Zusammenhang stehen oder niedergeschrieben würde.

Der Richter Stimmte uns zu.

Die Presse machte viele Fotos von dieser denkwürdigen Ausstellung / Performance im Gerichtsaal.Presseberichte folgen …

Mit dem Richter kamen wir nach 2-maliger Nachbesserung überein, das wir uns mit einer 300€ Zahlung an den B U N D e. V. als Prozesseinstellungsnote einverstanden zeigen.

Er schlug selbst den BUND vor und meinte, dass somit doch die 300 € in der Familie bleiben würden und der BUND damit weitere Klagen bestreiten könne. Saxana betonte dem Richter gegenüber, dass schliesslich die Klage vom BUND bezgl. des Vorkommen der Bechsteinfledermaus, den Hambi vor der Rodung rettete.Das nahm der Richter nochmals wohl-gesonnen entgegen.

Das Gericht muss uns noch die Fahrtkosten zahlen. Somit erwarten wir noch etwa 400 € … das macht für uns die Sache rund (plus) … Was man sagen kann, ….. es ist erstaunlich, dass ich noch nicht mal nach meinen Ausweis gefragt wurde, Saxana ebenfalls nicht, dass ich sowohl als Anwalt, als Zeuge, als Hauptredner insgesamt auftreten konnte, dass der Richter, der allen Grund hatte, auf mein Erscheinen hin, verärgert zu sein, inclusive der Staatsanwaltschaft eine Wandlung durchzog, eine Wandlung hin zum Verstehen und zur Achtung der Klimabewegung im allgemeinen und uns gegenüber.

So empfanden wir es … Gegen Mittag endete unsere Performance … wir verließen das Gerichtsgebäude und wurden draussen empfangen und gefeiert …

Hier nun unser Statement, das wir dem Gericht darbrachten und ich muss es noch mal betonen, es genossen, durchs Richters Stimme gelesen, zu vernehmen …

Lieben Gruss Helge & Saxana

( Bitte verbreitet gerne unser Statement )

24. Mai 2021

… der 2. Tag der WIEDERAUFERSTEHUNG WALNUSSBAUMES von Lützerath..

23. Mai 2021

Heute erster Tag Malaktion Lützerath / Wiederauferstehung Walnussbaum … morgen geht’s weiter …

+++ hochbrisant / 28. MAI 2021 +++
WIR BRAUCHEN EURE UNTERSTÜTZUNG
( … auch bitte teilen und weitererzählen … )
Liebe Menschen, wir laden euch ein, Saxana, die am Freitag nach Pfingsten ( 28. Mai. 2021 ) um 08.30 Uhr
im Amtsgericht Grevenbroich
von RWE wegen Hausfriedensbruch angeklagt wird,
nicht allein zu lassen, sondern Solidarität zu Ihr zu bekunden …
Wir, Helge&Saxana, bitten euch … kommt vorbei …
Es wird ein Statement der Gegenwart gegen ein Rechtsgefüge von Vorgestern … Wir zeigen im Gerichtsaal “als Beweismittel” unsere Gemälde, die wir bei der Aktion
mit #ENDEGELÄNDE2019 im Tagebau Garzweiler als ZEUGNIS der Gegenwart malten und dazu das Gemälde WALNUSSBAUM VON LÜTZERATH, das wir kommendes Pfingstwochenende
( SO – MO – DI / ganztägig ab 11 Uhr ) vor E. Heukamps Hofgut in Lützerath malen werden …
26. April 2021 … 19 – 20 Uhr:
Zum Beitrag bitte auf das Bild klicken. (SoundCloud)

WICHTIGE INFO:

Die alte Homepage von Helge Hommes ( www.helgehommes.de ) dient weiterhin als Archiv. Einen umfangreichen Blick auf den Werdegang und die älteren Arbeiten bis 2017 finden Sie dort. Alle aktuellen Infos zu Arbeiten von Helge Hommes und Saxana Nicole Schötschel finden Sie hier.

AKTUELLE AUSSTELLUNGSHINWEISE in 2021:

HISTORISCHES MUSEUM FRANKFURT a.M. / Die Stadt und das Grün / bis Oktober

MUSEUM HET VALKHOF ( NL ) / Rettet den Wald / ab 18. September

GALERIE CYPRIAN BRENNER (Schwäbisch Hall – Niederalfingen) / ab November


Seit 3 Jahren arbeiten wir, Helge Hommes und Saxana N. Schötschel, als Künstlerduo.

Greifswald / Elisenhain … plein-air, April 2018

Film + Fotodokumentationen von Gemälden und den Umständen, unter denen diese entstanden ( … aus dem HAMBI, dem Reinhardswald, Wuppertal Osterholz,
Alte Eiche Castrop – Rauxel, aus dem DANNI (Danneröder Wald),
der„GRÜNEN LUNGE, Frankfurt“ und unserem spektakulären Beitrag zur Aktion mit ENDE GELÄNDE am 22. Juni 2019 / Tagebau Garzweiler ) spiegeln unsere ersten gemeinsamen Aktivitäten.

Einer umfangreichen Präsentation unserer Kunstintervention ALLE DÖRFER BLEIBEN , die wir als Satelittenausstellung im Kontext zur Aachener Kunstroute 2020 im Hofgut Winzen in Keyenberg im Rahmen des Widerstandes der Dörfer gegen den drohenden Abriss durch RWE inszenierten (der immer noch durch unzeitgemäße politische Rahmenbedingungen gestützt wird) widmen wir auf dieser Homepage aus dem Umstand “nicht enden wollender Aktualität” besondere Aufmerksamkeit.

40 Gemälde, die wir größtenteils in den Dörfern rund um den Tagebau Garzweiler (dem größten Braunkohlebaggerloch Europas) in „unwirklich erscheinenden“, verwaisten, teils schon komplett verlassenen Dorfruinen, teils noch in bewohnten oder halbbewohnten Dörfern malten, offenbaren ein unerträgliches Politikum. Gemälde, die die Spanne zwischen Hoffnung und Verzweiflung der Menschen vor Ort spiegeln. Die Bewohner der Dörfer bauten mit den Aktivisten des Widerstandes 20 kleine Häuser, die entlang eines Wegparcours durch das Hofgut aufgestellt wurden und unseren Gemälden für 2 Tage, am ersten stürmisch, regnerischem Herbstwochenende im September 2020, ein Dach über dem Kopf bescherten und zum sehr speziellen KUNST-DORF-WIDERSTANDS-SPAZIERGANG einluden … begleitet und überwacht vom Polizeihelikopter und den „Bodentruppen“ des „Team Blau“, wie wir die Polizei dort nennen.

ALLE DÖRFER BLEIBEN ist der hoffnungsvolle Name der Widerstandsbewegung im Rheinischen Braunkohletagebau und gleichzeitig der Titel dieser besonderen Kunstausstellung, die im Rahmen dessen in Keyenberg … im Sommer 2020 stellvertretend für alle bedrohten Dörfer … Manheim / Immerath / Berverath / Keyenberg / Lützerath … stattfand.

Helge und Saxana

INFO zum Ausstellungshinweis HISTORISCHES MUSEUM FRANKFURT a.M.

Die Menschen, die sich für das Projekt GRÜNE LUNGE / FRANKFURT einsetzen, luden uns 2019 ein, ein Statement in Form von Kunst zu diesem brisanten Brennpunkt in Frankfurt zu erarbeiten. Sie haben uns weiter empfohlen und so kommt es, dass eine Arbeit von uns, die Saxana dort malte, nun im Ausstellungskomplex DIE STADT UND DAS GRÜN im HISTORISCHEN MUSEUM / Frankfurt a.M. von März bis Oktober 2021 zu sehen ist. Textauszug aus dem Museumsprospekt: Zum 150-jährigen Jubiläum der Eröffnung des Palmengartens und zum 30. Geburtstag des Grüngürtels präsentiert das historische Museum mit ” Die Stadt und das Grün ” zwischen März und Oktober 2021 gleich drei Ausstellungen über den Umgang mit dem Stadtgrün in Frankfurt in Zeiten von Klimawandel und Wohnungsknappheit. Im Fokus stehen die Geschichte und Gegenwart öffentlicher Grünflächen und Parks, Urban Gardening in Frankfurt sowie die ökologische und gesellschaftspolitische Dimensionen des Stadtgrüns. Der Museumsplatz ist jetzt schon grüner geworden. Zehn Hochbeete mit Stauden, Kräutern und Gemüse werden von Skulpturen aus Frankfurt Gärten des 17. und 18. Jahrhunderts eingerahmt.

In unmittelbarer Nähe zum Historischen Museum Frankfurt a.M. präsentiert die Galerie + Edition Raphael in der Domstrasse 6 in einem ihrer Schaufenster das Pondon zu diesem Gemälde.

Helge & Saxana im Historischen Museum Frankfurt am Main

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OSTERHOLZ / Wuppertal  2019


Eine scheinbar unendlich wachsende Abraumhalde eines „altehrwürdigen“ traditionellen Kalksteinbruchunternehmens, (Kalkwerke Oetelshofen), das über viele Jahrzehnte Geschäfte mit RWE macht, braucht nach den Vorstellungen des Unternehmens mehr Platz. (Kalk wird bei der Verbrennung von Braunkohle in den Kraftwerken von RWE benötigt / Stichwort Rauchgasentschwefelung,bei Rheinbraun zur Herstellung von Stahl ) 


5 Hektar, besten alten Buchenwaldes, das entspricht einer Fläche von 10 Fussballfeldern, sollen dafür gefällt werden.

Ein NO-GO in Zeiten des Klimawandels. Hinzu kommt, dass extra vor Jahrzehnten gebaute Eisenbahnstrecken von den Kalkwerken zu den Braunkohlekraftwerken von RWE bestehen und in Betrieb sind. Auf diesen könnte man mühelos den Abraum, der im Osterholz zum Verdrängungsproblem wächst, in Eisenbahnwaggons geladen, die auch den Kalk liefern, zum Braunkohleloch Hambach karren und kippen. Die haben ja Abraumprobleme … Das Ganze ist, wie anderorts auch, ein politisch-wirtschaftliches SKANDALON.
Wir solidarisierten uns 2019 im November mit dem Widerstand vor Ort, fuhren dort hin, sprachen mit diversen Leuten und setzen mit unserer Malerei ein Statement. Ein Statement zum Erhalt des Waldes, ein Statement für die Bäume, ein Statement für friedlichen notwendigen Widerstand.

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ALTE EICHE / Castrop Rauxel  2019


Ein Investor (Immobilienbranche) hatte es 2019  auf ein Biotop-Grundstück mit alter Eiche in Castrop Rauxel abgesehen. Wohnraum sollte entstehen / … ja , aber eben nicht dort! Ein befreundeter Aktivist ( HAMBI-POTTER ) setze sich kurzentschlossen in die ALTE EICHE und solidarisierte sich mit dem ortsansässigen Widerstand der Bürger.
Wir kamen im November 2019 hinzu und setzten mit unserer Malerei ein entsprechendes Statement. Wir portraitierten die ALTE EICHE in Öl. ( … 2 Berichterstattung im Fernsehen und 3 in Zeitungen) Damit halfen wir, dass die öffentliche Aufmerksamkeit gegen dieses unwürdige Vorhaben des “Investors“ größer wurde – zu gross für den Investor.
Hambipotter und die widerständigen Bürger schafften es, dass die Eiche stehen blieb. Der Investor musste sich ein anderes Stück Bauland suchen – ohne ALTE EICHEN.

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DANNI / Danneröder Wald 2020


Seit 40 Jahren plant man eine Autobahntrasse, die A49 … das letzte Stück soll nun nach Vorstellungen der Regierungskoalition in Hessen, von Grünen und der CDU, mitten durch ein intaktes Wasserschutz – und Buchen – Eichenmischwaldgebiet, dem Danneröder Wald, gebaut werden.

Alle wissenschaftlichen Fakten sprechen dagegen, ein Alternativvorschlag liegt auf dem Tisch. In Zeiten der Klimakrise, in der andere wegweisende Richtungsentscheidungen notwendig und unumgänglich sind, muss der Politik hier dringend entgegengewirkt werden. Der Widerstand wächst. Nachhilfeunterricht für Politik und Wirtschaft ist gefragt. 
Wir sind die Erziehungsberechtigten und geben Nachhilfeunterricht: Mit unserer Kunstintervention – mit Gesprächen – mit Hilfslieferungen für die Aktivistis vor Ort  – mit unserer Kunst … Ich wurde wiedermal in Polizeigewahrsam genommen. Nun, den Polizisten qualmen heute noch die Ohren, vermute ich, denn es sprach 4 Stunden am Stück: “Prof. Dr. Dr. Friedrich Helge Kronenberg Hommes“Wir denken, zwar Ohne Honorar und die Bühne war der Innenraum eines Polizeigefangenentransporters, (… begrenzte Zuhörer im Innenraum: 5 Menschen in gleicher unkleidlicher Kleidung mit auffällig hohem Bildungsdefizit) aber die Lektion hat gesessen …

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ENDE GELÄNDE / Tagebau Garzweiler 2019


In diesen Zeiten … weltweit haben immer mehr und sehr viele junge Menschen, von den globalen, zerstörerischen Politik-Wirtschaftspakten die Schnauze voll, gehen auf die Strassen und leisten ultimativ wichtigen Widerstand gegen falsche, verantwortungslose, Politik, die teils verächtliche Züge gegenüber dem Leben generell angenommen hat. Der neoliberalistische Kapitalismus hat sich als Todsünde entpuppt.
Friedlicher Protest, grossartig und fantasievoll. Mit einer dieser Bewegungen, mit dem in diesen Zeiten wirklich prophetisch klingenden Namen ENDE GELÄNDE, waren wir im Juni 2019 im Widerstand gegen RWE unterwegs. Wir sind mit 1500 Menschen in Europas größten Braunkohletagebau, den Tagebau Garzweiler-Hambach spaziert, gerutscht, gesprungen, gelaufen.

Garzweiler

Wir wollten dort unten in 450 Metern Tiefe Zeugnis ablegen. Malerei / plein air unter extremen Bedingungen, gegen eine irre Konzernpolitik, für eine lebenswerte Zukunft. Es wurde ein gigantisches Statement … das man nicht übersehen kann …

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Hambacher Wald 2018

Nicht erst seit 2018 kämpfen Aktivisten und Bürgerbewegungen gegen die weitere
Vernichtung des Hambacher Waldes durch RWE, dem Konzern, der sich bis heute uneinsichtig, selbstherrlich, gegen alle Zeichen, Einsichten und wissenschaftlichen Faktenlagen der Gegenwart stellt.
2018 rief uns unser befreundeter Kunstprofessor Wolfgang Becker aus Aachen an, ob wir uns nicht mit den todgeweihten Bäumen und aktuellen Geschehnissen im HAMBI auseinandersetzen wollten.

Seit dem sind wir mit aller Energie dabei zu helfen, dass der Wald stehen bleiben kann – überleben kann.
Wir trugen mit unseren Kunstinterventionen mit dazu bei, dass der öffentliche Druck auf den bis zum heutigen Tag uneinsichtigen Konzern und die ihm zur Seite stehende, nicht minder fehljustierte Politik, immerhin so gross wurde, dass der Wald selbst nicht weiter weggebaggert werden durfte.
Was der Konzern, Hand in Hand mit der Politik, aber aktuell versucht, ist mit Worten kaum noch zu beschreiben.

Wenn es nicht so dramatisch wäre, würde man das Verhalten des Konzernes und der Politik mit dem eines bockigen, uneinsichtigen Kindes, das nur noch nervt, vergleichen – dem man helfen muss. Wir alle versuchen zu helfen, doch die Versuche stossen auf blanke dumme Missachtung. Wir bleiben beharrlich und machen unsere Arbeit …

Das Museum Haus der Geschichte in Bonn erwarb 2020 eines unserer Gemälde zum Komplexum HAMBI für die ständige Sammlung.
Das Kunstmagazin art berichtete ebenfalls über unsere Arbeit im HAMBI …

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Grüne Lunge – Frankfurt am Main 2019

Ein drittel Leerstand in der Skyline, den Wolkenkratzern und Hochhäusern in Frankfurt.
Man plant und baut, als gäbe es nicht schon genug. 2019 blickte Frankfurt auf einen nichtrühmlichen bundesweiten Rekord: Frankfurt hat an seiner 4 – spurigen Zubringerstrasse, vom äußeren Gürtel im Osten der Stadt in die City, die an einer grünen Oase, der ältesten Schrebergartensiedlung Deutschlands liegt, die heissesten Temperaturen, die in Deutschland im Sommer 2019 gemessen wurden, registriert.

Ein ausländischer Investmentfond plant nun auf dem Grund und Boden der GRÜNEN LUNGE Frankfurts, ein nächstes 20 stöckiges Hochhaus zu bauen. Man blickt aus der GRÜNEN LUNGE über die Strasse auf Hochhäuser der gegenüberliegenden Strassenseite, die natürlich, wie sollte es anders sein, seit Jahren leer stehen. Die Macht des Geldes ist gigantisch. Ihr stehen Menschen, die dort wohnen, gegenüber.
Es braucht mehr und mehr öffentlichen Druck, überall, wo rigorose, korrupte geschäftliche Prozesse zwischen Politik und Wirtschaft, das Leben zerstören. Darum hatten wir uns entschlossen, auf Einladung von ENDE GELÄNDE – FRANKFURT, auch hier ein Statement mit unserer Malerei zu setzen, das weiter mit für öffentlichen Diskurs sorgt.

Das Historische Museum Frankfurt zeigt im März 2021 unsere Arbeit in einer Themenausstellung …

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MANHEIM – LORIEN 2019

Nieselregen, der Himmel ist grau, zögerlich bricht der Himmel auf und zeigt unwillig, so scheint es, ein wenig leuchtendes Blau. Es ist nicht der Tag für strahlend blauen Himmel. Es ist November 2019 und man hört die unablässigen Bagger, von RWE bestellt, die alles niederreissen, … HEIMAT -ZERSTÖRER.

Malintervention Saxana Schötschel und Helge Hommes

Wir erreichen auf unserer Interventionstour MANHEIM. Wir fahren mit unserem Anhänger dorfeinwärts, auf der Dorfstrasse, die links und rechts nur zerstörte Landschaft säumt. Im ehemaligen Dorfzentrum nah der Kirche, die noch steht, deren Fenster mit Schichtholztafeln verschlagen sind, halten wir an und platzieren uns mitten zwischen die wütenden Bagger. Es dauert nicht lange und ein RWE Security SUV stellt sich kraftprotzend unmittelbar vor uns in den Weg. Wir reden nicht mit Ihm. Unsere Blicke treffen diesen Typen. Er entschliesst sich, weiterzufahren. Wir malen weiter, es entstehen 2 grossformatige Gemälde im Baggerstaub, gepaart im Nieselregen, die Zeugnis für eine kleine Ewigkeit ablegen.

Wir fahren weiter nach Lorien zur LONELY OAK. Es ist schön zu sehen, dass die
Menschen (Aktivistis und Bürger) sich dort kümmern. Die von RWE, für die Räumung und Rodung angelegt, geschotterte Fläche, die ein den alten Baum umsäumendes Biotop war, wurde mit Spitzhacke von Hand wieder aufgebrochen.
Es wurde mit Muttererde ein großes ( A ) in einem Kreis (Durchmesser von ca. geschätzten 20 Metern) angelegt, in dem junge Bäume gepflanzt wurden. Diese Statement ist ein friedliches Zeichen zeitgemäßen Widerstandes, unmittelbar an der Kante zum größten Baggerlochs Europas. Die LONLEY OAK wacht Tag und Nacht (im Angesicht der Bagger), dass ihre Kinder nun wieder wachsen dürfen.
Unsere Gemälde, die dort am Abend noch entstanden, bezeugen das …
Eine Schulklasse aus Belgien war zu Besuch und sah uns beim Malen zu.
Die Kinder machen sich ihr Bild von Ihrer Welt … und werden sich dafür einsetzen …

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Reinhardswald 2019

Zeitungsberichte, die wir im Sommer 2018 wahrnahmen, dass ein sagenhaftes einmaliges Waldgebiet in Nordhessen, der Reinhardswald gefährdet sei, weckten unsere Aufmerksamkeit für ein kompliziertes SKANDALON der Gegenwart.
Im Winter 2018 / 2019 machten wir uns auf den Weg. Urgewaltige, bis zu 800 Jahre alte Baumwesen, empfingen uns und forderten uns auf, ihnen würdig ein Porträt zu liefern. Der Märchenwald der Gebrüder Grimm nahm uns in Empfang.
Oberhalb des Kernwaldgebietes, im dichten zusammenhängenden Wald, auf dem Rücken, parallel dem Flusslauf der Weser, beabsichtigt eine Firma, 20 Windkraftanlagen mitten in den Wald zu setzen (Sie sollen in 250 Metern Höhe, die größten in Deutschland werden).

In Zeiten der Klimakrise ist besonders auch Windkraft eine wichtige Komponente – keine Frage. Aber, sie gehört nicht in Wälder. Es gibt ganz andere 20 – 50 fach effektiverer, kleinere dezentrale Formen von Nutzung der Windkraft.
Die Windmühlen, die wir alle kennen, sind wiedermal Produkt einer Politik-Wirtschaftskonzernsymbiose, die andere Formen der Nutzung, einfach aus zentralmonopolistischem Interessenbestreben, nicht gedeihen lassen.
Und so nehmen wir alles hin und denken, dass das alles doch so sein muss.
Nein, muss es nicht ! Wenn man sich kundig macht, staunt man und ärgert sich zugleich …

Stichwort “Hitzesommer”: Unter logistisch extrem anstrengenden Bedingungen malten wir 40 Gemälde dort im Wald, portraitierten die Bäume und die unwirkliche Situationen der ersten Rodungen.
In einer Malinterventionsetappe auf dem Waldrücken, unmittelbar wo eins dieser Megawindräder entstehen soll, befanden wir uns mitten in einem BAUM-Schlachtfeld. Die Baumroderobotermaschinen rodeten um uns herum …
Ein Höllenlärm im Wald … unerträglich – ungehörig …

Wir lieferten Zeugnis ab > die Gemälde.

Sie tragen diese unsäglichen Umstände, aber auch die Anmut der alten Bäume,
in die Köpfe der Menschen, die nicht im Wald waren.
Vielleicht begeben Sie sich, wenn Sie die Gemälde sehen, die in 4 Maletappen 2019 entstanden auch in den Wald?

An einem sonnigen Septemberwochenende 2019 installierten wir diese Gemälde dort auf dem Höhenkamm im Wald und luden ein, sich diese dort anzusehen … eine Kunstausstellung im Wald.

Ein Webarchive von Helge Hommes finden Sie hier.