Malerei + Plastik

Hier fokussieren wir hauptsächlich Arbeiten von uns aus den ersten gemeinsamen
Jahren, im Zeitraum von 2014 – 2020 in Leipzig. Alle bearbeiten das Weite Feld der
Architektur der Natur, meist steht der Baum, ihn stellvertretend als Wesen gewählt,
das die Struktur des Lebens verkörpert, im Zentrum der Betrachtung.


Ab 2017 beschlossen wir, gemeinsam als Künstlerpaar zu arbeiten.
Wir bemerken, wie sich unsere jeweils eigene Arbeit durch intensive Zusammenarbeit,
gerade in den ersten Jahren unseres Miteinanders, teils gegenseitig befruchtete und
besonders unter diesem Aspekt veränderte.
Das in uns beiden veranlagte Verständnis, dass Leben gleich Kunst und Kunst
gleich Leben ist (siehe J.Beuys), wir dem nach auch unsere Arbeit als natürlichen,
soziologisch evolutionären Prozess begreifen, erklärt unser Werk. Das es sich in den
folgenden Jahren wiederum ebenso natürlich verformt und trotz weiter bestehender
enger Zusammenarbeit wieder eine gegenseitige sich abgrenzende Ausdrucksform sucht,
die die befruchtenden Elemente verdaut hat und wiederum nach eigener Klarheit strebt
und weiter reift, ist ebenso natürlich wie die erste Phase.


Das Verständnis, dass das Leben ein gesundes Zusammenspiel von Egoismus und
sozialem Miteinander braucht und sich das auch in der Kunst spiegelt, zeigte zuletzt 2022
die Documenta 15, deren betonender Wirkungsgrad in diese Richtung, leider durch den
Antisemitismus-Skandal überdeckt wurde.


Wir sind beide unabhängig voneinander 2012 nach Leipzig, in die Hochburg der figurativen
Malerei, gezogen. Der Kosmos der Alten- und Neuen Leipziger Schule ist tonangebend
bis prägend, so dass selbst Sammler*innen und Sammlungen sich stark danach orientieren.
Sie hat eine weltweite Stralkraft, die kurioser Weise unsere Arbeit über all die Jahre nicht
beeinflusste. Bis 2018 wurde meine Kunst von einer Galerie auf der Spinnerei vertreten.
Dann trennten sich die Wege, was auch bezeichnend ist.
Ausstellungen wie HELGE MACHT FEUER / 2013 oder DAS URLICHT / 2014, die von der
damaligen Galerie Queen Anne noch mutig gezeigt und protegiert wurden, haben wir hier
seit dem nicht mehr gesehen …


Projekt 2014 / DAS URLICHT https://www.youtube.com/watch?v=mbRXfffLUcQ
Wir sind viel unterwegs … in Wäldern und politischen Brennpunkten, die Malerei im
Atelier kommt hinzu und verarbeitet u.a. Erlebtes, bspw. wie in unserem riesigen
(260 x 810 cm) Gemeinschaftswerk EINSKOMMAFÜNFGRAD aus dem Jahr 2023,
dem wir auf der Startseite in einer eigenen Sparte: 1,5° Historiengemälde vorstellen.


Grüße Helge & Saxana