Im Sommer 2021 erarbeiteten wir im Hotspot der Klimagerechtigkeitsbewegung in Lützerath in der Scheune des letzten Einwohners des Dorfes, Eckardt Heukamp, in 30 Tagen das Gemälde DAS GRO?E GELINGEN. Es zeigt zentral ein großes Schaufelrad eines Schaufelradbaggers, das in Mitten eines riesigen Tagebau-Canyons die Ecke eines über dem Canyon zu schweben-scheinenden Hauses aufreisst. Zum Vorschein kommt ein Kinderzimmer, auf dessen Fussboden u.a. eine Miniaturlandschaft von Lützerath zu erkennen ist und an der Wand des Kinderzimmers, eine Wandmalerei (Szene aus dem Dschungelbuch / Mogli und der Elefant). (< realer Bezug zu einer tatsächlichen Begebenheit aus einem Häuserabriss aus einem Dorf, nah demTagebau Hambach) Der Fußboden bricht auf und alles wird in den Canyon mitgerissen, Planzen, Tiere, alles …
Das Ganze ist u.a. eine zu Bild gewordene Fassung des Unsäglichen, des Angriffs RWE’s auf die junge Generation. RWE’s Ignoranz gegenüber allen Mahnungen der Wissenschaft, die die Wichtigkeit der Einhaltung des 1,5°Ziel’s der Pariser Klimakonferenz von Paris aus dem Jahr 2015 unablässig immer wieder betonte. Im Titel des Gemäldes ist an Stelle des Buchstaben (ß) im Wort „großes“, das (?), ein Satzzeichen, bewusst so gesetzt, was auf die
Möglichkeit eines wirklich großen Gelingens, als auch auf die Möglichkeit eines großen Scheiterns bezüglich der Erreichung des 1,5° Ziels der Erderwärmung verweist. 2026, nur 5 Jahre später, werden die jungen Menschen von FFF, die damals weltweit mit Pappschildern wie (…there is no Planet B) in Demos auf die Strassen gingen, mit den faktischen, neuen
Erkenntnissen der Wissenschaft konfrontiert und brüskiert, dass das noch vor wenigen Jahren zuvor proklamierte Ziel 1,5°definitiv nicht mehr zu erreichen ist und die Welt schon in 50 Jahren einer Erderwärmung von mindestens 3 Grad und höchstwahrscheinlich mehr ausgesetzt ist,was katastrophale Auswirkungen auf das Leben auf diesem Planeten haben wird.
Aus diesem Faktenkosmos heraus starteten
wir dann die Langzeitperformance ZUKUNFTSSPAZIERGANG, machten uns ab 2021
mit dem Gemälde auf den Weg und trugen es zusammen mit FFF und vielen Menschen in mehreren Etappen an verschiedene Orte quer durch Deutschland, größtenteils zu Fuss. Überall wo wir mit dem Bild waren, versuchten wir auf diesen Themenkomplex aufmerksam zumachen,
mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Die wohl spektakulärste Etappe, war die knapp
30 Tage-Wanderung mit dem Bild von den zwei Beuys Eichen vor dem Fridericianum, von der Documenta 15 aus, quer durchs Hochsauerland, 256 km größtenteils zu Fuss, bis nach Lützerath.
Bemerkenswert war die spontane Präsentation des Gemäldes auf dem Stand des Museum ZKM in Karlsruhe auf der Messe initiiert durch Prof. Peter Weibel, dem damaligen Museumsdirektor.
Zuletzt waren wir 2025 mit dem Bild im Kunstverein Culture Without Borders, Kaarst,
davor in der Kloster-Ruine Eldena in Greifswald, sowie auf dem internationalen Symposium Extraktivismus + Data-mining an der Kunsthochschule in Kiel, eigeladen von Prof. Andreas Greiner und Prof. Dr. Christinae Kruse.
Helge & Saxana, Zukunftsspaziergang










































