2024 Sündenwäldchen Hambacher Wald

21. – 24. November 2024 … solidarische KUNSTAKTION
WE ARE UNSTOPPABLE ANOTHER WORLD IS POSSIBLE


zum Erhalt des SÜNDENWÄLDCHEN, ein kostbares Waldstück
in Sichtweite zum Hambacher Wald / Manheim (alt) – Kerpen
Die Frage der Gestaltung des zukünftigen Lebensraumes, der das
größte Baggerloch Europas, den Tagebau Hambach – Garzweiler II) umschließt,
ist komplex. Die Planung des Unternehmen RWE bezüglich der Handhabe
der Neugestaltung des Lebensraum Tagebau Hambach – Garzweiler II ist in
vollem Gang und führte 2024 / 25 weiterhin zu unzeitgemäßem Aktionismus.
Fakten schaffen, ist die Methode. Ein Waldstück mit dem bezeichnendem Namen
SÜNDENWÄLDCHEN war durch eine bereits geplante Rodung bedroht.
Das Waldstück war als „Brückenmodul“ eines Natur-Regenerationskonzeptes
von weitreichender Bedeutung. Die Öffentlichkeit nahm, wie so oft, zu wenig
Notiz davon, weil der Fokus darauf nicht entsprechend groß war. Da kann
vielleicht auch Kunst mithelfen, dass sich daran etwas ändert, denken wir
unermüdlich und so begaben wir uns, wie zuvor seit 2018 an anderen Hotspots
dieser Themenlage, mit einer weiteren spektakuläre Kunstaktion in das
durch Rodung bedrohtem SÜNDENWÄLDCHEN, das sich in Sichtweite zum
Hambacher Wald, am Ortsrand des fast komplett zerstörten Ortes
Manheim-(alt) befindet. SAXANA erarbeitete, plein air in 2 Tagen auf einer Plattform
in 3-4 Metern Höhe, im Wald ein recht großes Gemälde, das den
beschriebenen Themenkomplex fokussiert. Es versteht sich als ein für den Erhalt
des Waldes solidarisches Kunstwerk und reite sich am 24. November 2024
in die Aktion ROTE LINIE ein. Gegen Ende Januar 2025 erfolgte ein Rodungsstop
durch das OVG Münster, die Bundesregierung hatte bei bevorstehender
Bundestagswahl kein Interesse auf Bilder wie im Widerstand Hambacher Wald 2018.
Wir zeigten das Gemälde 2025 in der Ausstellung
!ß unsere Welt ist schön ß! … im Kunstverein Kunststation Kleinsassen, etwas
nördlich von Frankfurt und versuchten für die weitere Bemerkung der bedrohlichen
nur aufgeschobenen Rodung in überregionaler Presse zu werben – man zeigte kein
Interesse … und so kam es, wie es kommen musste, im Herbst machte RWE mit
Rückenwind der Landespolitik NRW(E) kurzen Prozess und vernichtete den Wald.
An der Stelle wo der Wald stand, klafft jetzt eine unvorstellbare Leere,
die Erweiterung des riesigen, des größten Braunkohletagebauloch’s Europa’s,
des Tagebau Hambach. Die Hambach Neuland GMBH träumt sich und für uns alle
im Auftrag von RWE und der Landesregierung NRW(E) einen zukünftigen See,
so wie man es aus der Lausitz kennt. Sie manifestiert mit lieblich konventionellen
3 D Animationen und Hochglanzbroschüren ein fiktives surreales Bild einer solchen
Seenlandschaft in den Köpfen der Bevölkerung, eine Seenlandschaft mit Strand,
Grundstücken und Wohnanlagen + Freizeitpark am See, inclusive eines
romantischen Blickfangs eines Schaufelradbaggers, der abends und nachts in
bunter Beleuchtung eine heimelige, alt romantische Atmosphäre ausstrahlt …
die sich in 70 Jahren, wenn es nach deren Prognose geht,
dort ausbreiten soll – entgegen den mahnenden
Erkenntnissen der Wissenschaft, die das für unrealistisch hält. Es ist angesichts
der Zeichen der Zeit, wie stetigen, sich überschlagenden Hitze-Rekorden,
zunehmenden Dürresommern, zunehmender Wasserknappheit, regelmäßigen,
immer länger werdenden Niedrigwasserperioden des Rheins,
Gletscherschmelze in den Alpen usw. … ein absurdes Bild … oder etwa nicht?