HELGE MACHT FEUER



Unter dem Titel HELGE MACHT FEUER fasse ich ein divers komplexes Kunstprojekt zusammen:
2010 begann ich eine intensive Selbstreflexion, die unter dem Verständnis LEBEN gleich Kunst und Kunst gleich Leben (Joseph Beuys), aufgebaut war. Das bedeutete, mein eigenes Sein und dessen Gestalten, sowie das Gestalten des Umfeld’s und gegebenenfalls der Welt unter ethisch humanistischem, verantwortungsvollem Geist auszurichten … das mündete 2012 im Schreiben des Manifestes HELGE MACHT FEUER, in einer komplexen Ausstellung FOLGE MIR 2012 in der Galerie Teapot in Köln und 2013 in einer Reise nach New York, die ich mit der sehr aufwendigen und weit greifenden Ausstellung HELGE MACHT FEUER in der Galerie Queen Anne auf der Baumwollspinnerei in Leipzig konzipierte.
Meine Selbstreflexion griff u.a., nach mehreren gescheiterten Versuchen in den Jahren zu vor, entschlossen und frontal meine seit meiner Jungend in mir wohnende, oft zum Tode
führende, auf jeden Fall mich zerstörende und die mir nahen Menschen sehr belastende
Krankheit, den ALKOHOLISMUS, an … eine Krankheit, die unheilbar ist.
Seit dem 31. Oktober 2010 habe ich bis heute (2026) keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken, habe so die Krankheit in den Griff bekommen. Ein entscheidender Faktor war dabei, das ich das Trinken radikal offen, wuchtig im großen Format, leise im kleinen Format malerisch thematisierte – fixierte. Besonders die Gemälde Das große Doppel – Ich,
Das große WIR – BILD, die Gemälde der Werkgruppe HELGE MACHT FEUER und der
Werkgruppe FOLGE MIR sind hier zu benennen. Die Gemälde der Werkgruppe
HELGE MACHT FEUER, alle im existenzialistischem Klang, zeigen mich in extremen Situationen wie im Schnee, Feuer machend, nachdenklich reflektierend. Die Gemälde aus der Werkgruppe (Ich) … Folge mir setzen das in anderen extremen Rahmen fort … und führen uns Licht.
2012 (man darf nicht vergessen, dass ich 2012 erst eineinhalb Jahre trocken war) schrieb ich in 8 Monaten das Manifest HELGE MACHT FEUER und plante für 2013 eine Ausstellung in Leipzig, in der es veröffentlicht werden sollte. Die 3 Worte des Titels stehen in brisanten
Zusammenhängen, zu allererst für mich selbst, aber auch vielleicht für die, die das Manifest
lesen und den Inhalt kritisch beäugen. Es gebar sich aus der Selbstreflexion, es wollte in die
Welt, obwohl die Erkenntnis, dass ALLES GESAGT IST, das Handeln gefragt ist, vorhanden
war. Ich suchte die passende Form. Es sollte die Menschen erreichen und nicht abschrecken.
Ich verpackte den Inhalt des Manifestes in ein wunderschönes dickes Buch, das Menschen
durch seine äußere Form, ästhetisch ansprechend, so erreichen sollte …
2013 war es soweit. Ich hatte die komplex angelegt Ausstellung in Leipzig vor den Füssen.
Zuvor reiste ich im Frühjahr nach New York, versuchte in Form der Performance in
verschiedener Form und Art, das kritische Gehalt des Manifestes, in der Hochburg des
Kapitalismus zu entfalten. Die Ausstellung in Leipzig auf der Spinnerei
in der Galerie Queen Anne kombinierte die Facetten der Performance, das Lesen des
Manifestes, Malerei auf sehr großen Leinwänden 260 x 400 cm …, zwei Großplastiken,
davon eine im Aussenraum vor der Galerie und eine, den begehbaren Sperrmüllbaumstumpf (Durchmesser 7 Meter / Höhe 4,5 Meter) im großzügigen Galerieraum. Hinzu kam mein fussnahes Atelier auf dem Spinnereigelände, wo man sich ebenso zu Diskussionen traf … und ein weiteres riesiges Gemälde WENN DER TAG KOMMT (Kometen-Einschlag) ansehen konnte (260 x 450 cm, Werkgruppe HELGE MACHT FEUER),
ein Gemälde, das zum umfassenden Konzept der Ausstellung gehörte, in ihr aber keinen Platz bekam, da die große Galerieräumlichkeit schon mit dem Hauptteil
der Ausstellung belegt war. Wenn man auf die Galerie zuging, begegnete einem eine
8 Meter hohe Plastik eines riesigen Baumstumpfes, bebaut aus Sperrmüll, in dem ein
Fernsehbildschirm montiert war. Er sendete ein schwarzweisses Standbild
mit Rauschen. Aus dem Galerieraum kam ein gebündelter Kabelstrang, der durch zwei
Trafo-Häuschen ging, die mit der Beschilderung Vorsicht-Hochspannung versehen waren,
ein Kabelstrang, der in der Großplastik vor der Galerie im dort befindlich montierten Bildschirm verbunden war. Beschriebenes verbildlichte suggestiv, das Gedanken durch die Kabel flossen, die in Form von Elektrizität, durch die Kabel, aus den Köpfen zu kommen schienen, die im Innenraum der begehbaren Großplastik, dem SPERRMÜLLBAUMSTUMPF im Rund an den Innenwänden der Plastik, um einen wiederum dort befindlichen 3 meter hohen Thron, fixiert waren, auf dem ich, während der Ausstellung, aus dem Manifest lass,
Ich hoffte auf FUNKENFLUG

Das Manifest können sie hier anklicken und lesen.


Einige Exemplare sind nach wie vor in english und deutsch zu erhalten.
(Stand 2026 … ggf. bitte ich dazu um Kontaktaufnahme)